Sprüche und Gebete

Dies ist eines - wohl das bekannteste - von vielen Stoßgebeten, mit dem die Menschen in Notzeiten und bei Feuergefahr den Hl. Florian um seinen Beistand angerufen haben.

O heiliger Sankt Florian,
verschon' mein Haus,
zünd' and're an!


Auch in Kriegszeiten vergaß man den Hl. Florian nicht, wenn man ihn anflehte:

"Es brennt, o heiliger Florian, heut' allerorts und Enden. Du aber bist der rechte Mann, solch Unglück abzuwenden. In Häusern und in Herzen entzünde schnell und himmelshell Des Friedens heil'ge Kerzen!"


Nicht immer waren es ernsthafte Anrufungen des Heiligen, auch viele Sprüche, die gelegentlich scherzhaft klingen, weisen auf das Patronat des Hl. Florian hin. Als in der Mitte des 18. Jahrhunderts die ersten "Brand- und Assecurations-Societäten", d. h. Feuerversicherungen eingeführt wurden, entstanden u. a. folgende Sprüche:

"St. Florian, Du sakrischer Panz,
St. Florian, du damischer Hans,
wir brauchen Dich nimmer,
geh' fort, jetzt haben wir Assecuranz!"
wir haben Assecuranz!"


Recht differenziert kommt das Gottvertrauen der jeweiligen Hausherren bei folgenden Sprüchen zum Ausdruck:

"Dies Haus gab ich in Gottes Hand, und ist doch dreimal abgebrannt. Zum vierten Mal hab ich's gebaut. Nun hab ich's St. Florian anvertraut und hoffe, dass er besser danach schaut!"

Ganz der Verantwortung wollte sich wohl folgender Hausherr entziehen, indem er auf seine Hauswand schrieb:

"Dies Haus steht in St. Florians Hand,
verbrennt's, so ist's ihm seine eig'ne Schand!"


Auch als "Wetterprophet" machte sich der Hl. Florian einen Namen:

"Ist Ambrosius (7. Dezember) schön und rein, wird St. Florian (4. Mai) dann wilder sein!"

Und ein Weinfass im Augustiner-Chorherrenstift St. Florian in Oberösterreich ziert folgender Spuch:

"St. Florian, o schirm mit Kraft die vollen Lagerfässer, gieß Feuer in den Rebensaft, und halte fern die Wässer!"

 

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