Klaus Theobald zum Ehrenkommandant ernannt

Ehrungsabend

Buchen | Die Stadt Buchen hat am Freitagabend Klaus Theobald zum Ehrenkommandanten der Gesamt- sowie der Abteilungswehr Buchen-Stadt ernannt. Außerdem wurden zwei neue Feuerwehrfahrzeuge vorgestellt und gesegnet. 28 Wehrleute wurden für ihre lange Zugehörigkeit zur Wehr geehrt. Ein Bläserensemble der Stadtkapelle umrahmte die Veranstaltung musikalisch.

Der Höhepunkt kommt bekanntlich zum Schluss. Und so verlieh Bürgermeister Roland Burger am Ende der Veranstaltung dem ehemaligen Kommandanten Klaus Theobald die Ehrenkommandantenwürde für die Gesamtwehr und ernannte ihn zum Ehrenabteilungskommandanten der Abteilung Stadt. „Du bist der lebende Beweis dafür, dass man bei der Feuerwehr seine Berufung finden kann“, sagte Burger. Der Bürgermeister ging kurz auf die Feuerwehrkarriere von Klaus Theobald ein.

Theobald sei im Jahr 1974 als 16-jähriger der Jugendfeuerwehr beigetreten. Rasch absolvierte er sämtliche Lehrgänge, stieg zum stellvertretenden Jugendgruppenleiter und Jugendwart auf und übernahm im Jahr 1990 als Abteilungskommandant die Abteilung Stadt. Vom Jahr 1995 an war er verantwortlich für die Gesamtwehr. Diese beiden Ämter übte er bis zum Jahr 2017 aus – länger als jeder Kommandant vor ihm. Ab dem Jahr 2006 war Theobald als Stadtbrandmeister hauptamtlich für die Feuerwehr bei der Stadtverwaltung tätig. Im Jahr 2011 übernahm er die Aufgaben des städtischen Feuerwehrsachbearbeiters. Klaus Theobald war Vorsitzender des Fördervereins der Feuerwehr.

Er wurde im Jahr 1996 zum Unterkreisführer bestellt und stand damit 20 Feuerwehren vor. Von 2002 bis 2011 war Klaus Theobald stellvertretender Kreisbrandmeister. Er setzte sich landesweit in der Fortbildung von Feuerwehrleute ein und erhielt für seine Verdienste zahlreiche Auszeichnungen. Mit dem „Deutschen Feuerwehrehrenkreuz in Gold“ verlieh der Deutsche Feuerwehrverband seine höchste Auszeichnung an den Buchener. „Eine tragische Zäsur war dein Dienstunfall im Dezember 2005, ausgerechnet bei einem Löscheinsatz“, stellte Roland Burger fest. „Dein übergroßes Engagement musstest du massiv einschränken – und ich weiß, dass du selbst, ein Feuerwehrmann mit Leib und Seele, am allermeisten darunter gelitten hast und noch heute leidest.“ Der Bürgermeister bedankte sich bei Klaus Theobald für sein Lebenswerk für die Feuerwehr: „Die Freiwillige Feuerwehr Buchen wäre ohne dich nicht an dem Punkt und auf dem hohen technisch-fachlichen Stand, auf dem sie heute arbeitet.“

Andreas Hollerbach, Kommandant und Abteilungskommandant der Buchener Wehr, schloss sich dem Dank und den Glückwünschen des Bürgermeisters an. Er überreichte Geschenke an den neuen Ehrenkommandanten. Klaus Theobald bedankte sich für die „hohe Auszeichnung“ und die gute Zusammenarbeit bei den Kameraden sowie bei den drei Bürgermeistern Josef Frank, Achim Brötel und Roland Burger, unter denen er seinen Dienst verrichtet hat.
An diesem Freitagabend stellte die Feuerwehr Buchen auch zwei neue Fahrzeuge in Dienst: ein wasserführendes Tragkraftspritzenfahrzeug für die Abteilungswehr Hettigenbeuern und einen Mannschaftstransportwagen für die Abteilung Stadt. Nach den Worten von Burger hat die Stadt für beide rund 150.000 Euro ausgegeben. Rund 70.000 Euro erhielt man als Zuschuss vom Landkreis und dem Land.

 „Ein sehr langer Prozess wird heute erfolgreich abgeschlossen“, stellte Kommandant Andreas Hollerbach fest und wies darauf hin, wie wichtig beide Fahrzeuge für die Sicherheit der Bürger seien. Er dankte Bürgermeister, der Stadtverwaltung und dem Gemeinderat. Pfarrerin Irmtraud Fischer und Dekan Johannes Balbach nahmen die kirchliche Weihe der beiden Fahrzeuge vor.

Kreisbrandmeister Jörg Kirschenlohr lobte die „gut ausgebildete und hochmotivierte Buchener Feuerwehr“. Immer wichtiger werde der Einsatz der freiwilligen Helfer in den Bereichen Rettungs- und Bergungsdienste bei Verkehrsunfällen sowie bei Umwelteinsätzen. Er dankte allen Wehrleuten für ihren Einsatz, insbesondere den Kameradinnen und Kameraden, die er gemeinsam mit Bürgermeister Roland Burger und Kommandant Andreas Hollerbach für langjährige Verdienste ehrte. Bundestagsabgeordneter Alois Gerig versteht die Anschaffung neuer Fahrzeuge auch als „Wertschätzung für die selbstlose Tätigkeit“ der Feuerwehr. „Alle Technik hilft nichts, wenn wir nicht die Ehrenamtlichen hätten.“

Björn-Christian Kleih, erster Landesbeamte des Neckar-Odenwald-Kreises, stellte fest, dass man für einen erfolgreichen Rettungseinsatz drei Dinge benötige: Menschen, Material und himmlischen Beistand. Auch er dankte den Feuerwehrleuten und Geehrten für ihren Einsatz.

Martin Fessner, Leiter des Polizeireviers Buchen, beneidete die Buchener Feuerwehr ein wenig. Denn der Mannschaftstransportwagen der hiesigen Polizei sei seit langem altersschwach. Seit fünf Jahren soll er schon ersetzt werden. „Eine sachgerechte Ausstattung ist auch ein Zeichen der Wertschätzung“, sagte Fessner und bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit den Feuerwehrleuten.

Folgende Mitglieder der Feuerwehr Buchen wurden für ihre langjährige Tätigkeit geehrt:

Für 25 Jahre: Susanne Frey (Eberstadt), Christian Müller (Hettingen), Marko Schwing (Hettingen), Marko Grimm (Hollerbach), Michael Frank (Unterneudorf), Rene Schwing (Unterneudorf), Rico Vogel (Unterneudorf), Michael Babst (Buchen), Heiko Farrenkopf (Stürzenhardt), Pamela Hollerbach (Buchen), Alexander Koller (Oberneudorf), Magnus Seitz (Hainstadt), Steffen Seitz (Hainstadt).

Für 40 Jahre: Peter Beuchert, Reinhold Beuchert (beide Buchen), Bertold Wittwer (Bödigheim), Friedbert Rösch (Götzingen), Lothar Edelmann (Hettigenbeuern), Peter Kirchgeßner, Herbert Linsler (beide Rinschheim), Bernhard Grimm, Winfried Kaufmann (beide Stürzenhardt), Bernfried Egenberger, Bernd Ewald (beide Waldhausen), Meinrad Breunig (Oberneudorf), Peter Holderbach, Erhard Stieber (beide Götzingen), Hubert Wittemann (Buchen).

Text: Martin Bernhard

 

© Freiwillige Feuerwehr Buchen 2002-2018 | Kontakt | Impressum | Datenschutz